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FAQ
Dinkel - Oberkulmer Rotkorn
Welche Dinkelsorten verwenden wir und warum?
Für unsere Dinkelprodukte, wie Dinkelino und Dinkelnudeln, verwenden wir die alte Dinkelsorte Oberkulmer Rotkorn. Diese Sorte wird seit Jahrzehnten traditionell angebaut und steht für echten, ursprünglichen Dinkel.
Wir haben uns bewusst für Oberkulmer Rotkorn entschieden, weil uns Geschmack, Charakter und Sortenreinheit wichtiger sind als maximale Erträge.
Was macht Oberkulmer Rotkorn besonders?
Oberkulmer Rotkorn ist eine alte, ursprüngliche Dinkelsorte aus der Schweiz, die nicht mit Weizen zurückgekreuzt wurde. Deshalb gilt sie als reiner Dinkel.
Viele naturverbundene Menschen schätzen Oberkulmer Rotkorn, weil er sich deutlich von modernen Dinkel- und Weizensorten unterscheidet. Gerade Personen, die Weizen oder stark gezüchtete Dinkelsorten weniger gut vertragen, greifen häufig bewusst zu dieser traditionellen Sorte.
Aus Überzeugung und wegen seines ursprünglichen Charakters verwenden wir für unsere Dinkelprodukte Oberkulmer Rotkorn.
Warum steht auf dem Etikett „Dinkel ist eine Weizenart“?
Dinkel gehört botanisch zur Pflanzenfamilie des Weizens. Seit einer EU-Vorgabe aus dem Jahr 2017 muss deshalb bei Dinkelprodukten die übergeordnete Bezeichnung „Weizen“ in der Zutatenliste genannt werden.
Der Zusatz „Dinkel ist eine Weizenart“ dient ausschließlich der rechtlichen Kennzeichnung. An unseren Produkten hat sich nichts geändert: Wir verwenden weiterhin unseren regionalen Bioland-Dinkel, überwiegend die alte Sorte Oberkulmer Rotkorn.
Was ist der Unterschied zwischen Oberkulmer Rotkorn und anderen Dinkelsorten?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Züchtung und im Charakter der Sorte:
- Oberkulmer Rotkorn ist eine alte, unverkreuzte Sorte mit ursprünglichem Geschmack.
- Viele moderne Dinkelsorten sind stärker auf Ertrag und Verarbeitung optimiert und geschmacklich milder.
- Oberkulmer Rotkorn bringt oft mehr Aroma, ist aber anspruchsvoller im Anbau und in der Verarbeitung.
Kurz gesagt: Oberkulmer Rotkorn steht für Qualität, Tradition und Geschmack, nicht für Massenproduktion.
FAQ
Hirse
Was ist Hirse und wo kommt sie her?
Hirse gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie wird seit Jahrtausenden in verschiedenen Regionen angebaut und ist besonders anpassungsfähig. Auch in unseren Breiten lässt sich Hirse gut im ökologischen Landbau kultivieren.
Als kleinkörniges Getreide zeichnet sie sich durch ihren milden, leicht nussigen Geschmack und ihre vielseitige Verwendung in der Küche aus.
Wie kann man Hirse verwenden?
Hirse ist ein echtes Allround-Getreide. Sie eignet sich sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte. Zum Beispiel:
- als Porridge oder Hirsebrei zum Frühstück
- als lockere Beilage statt Reis oder Couscous
- in Salaten, Gemüsepfannen oder Aufläufen
- für Bratlinge, Suppen oder Füllungen
Schau doch mal in unsere Rezepte für Inspiration.
Warum ist Hirse gesund?
Hirse ist von Natur aus glutenfrei und daher eine interessante Alternative zu klassischen Getreidesorten.
Sie enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe und sorgt für eine angenehm sättigende Mahlzeit. Durch ihren milden Geschmack lässt sie sich vielseitig kombinieren – sowohl in der modernen Alltagsküche als auch in traditionellen Rezepten.
Wie wird Hirse angebaut?
Unsere Hirse wird regional von den Bauern unserer Erzeugergemeinschaft nach Bioland-Richtlinien angebaut. Wir kultivieren Rispenhirse (Panicum miliaceum), auch „echte Hirse“ genannt.
Gesät wird sie im Frühjahr, erst nach den letzten Frösten, da die jungen Pflanzen kälteempfindlich sind. Als wärmeliebende und trockentolerante Kultur wächst sie bei guten Bedingungen sehr schnell. Die Ernte erfolgt im Spätsommer mit dem Mähdrescher.
Besonders wichtig ist die sorgfältige Aufbereitung nach der Ernte: Die kleinen Körner werden gereinigt und geschält. Dafür arbeiten wir mit einem spezialisierten Schälbetrieb zusammen, der unsere Hirse zuverlässig und schonend verarbeitet.
Warum ist Hirse eine Bereicherung für unsere Landwirtschaft?
Hirse bringt mehr Vielfalt auf unsere Felder. Als robuste und trockenheitsverträgliche Pflanze kommt sie mit Hitze gut zurecht und ist wenig anfällig für Krankheiten oder Schädlinge.
Damit erweitert sie die Fruchtfolge unserer regionalen Bioland-Betriebe sinnvoll und stärkt eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft. Gleichzeitig gewinnt regional angebaute Hirse auch in der Küche wieder zunehmend an Bedeutung – eine alte Kulturpflanze mit neuem Stellenwert.
FAQ
Emmer
Was ist Emmer und wie unterscheidet er sich von „normalem“ Getreide?
Emmer (Triticum dicoccum) ist eine der ältesten kultivierten Getreidearten der Welt. Bereits vor rund 10.000 Jahren wurde er zu Beginn des Ackerbaus angebaut. Aufgrund seiner zwei Körner pro Ährchen wird er auch Zweikorn genannt.
Im Unterschied zu modernen Getreidesorten ist Emmer ein sogenanntes Urgetreide und gehört zu den Spelzgetreiden. Das bedeutet: Die Körner sind von einer festen Hülle umgeben und müssen nach der Ernte in einem zusätzlichen Arbeitsschritt vom Spelz befreit werden.
Emmer wächst hoch und kräftig, mit charakteristisch langen Ähren, und bringt ein besonders aromatisches Korn hervor.
Wie schmeckt Emmer im Vergleich zu Dinkel oder Weizen?
Emmer hat ein kräftiges, leicht nussiges und würziges Aroma.
Im Vergleich zu Weizen ist sein Geschmack intensiver und ursprünglicher. Gegenüber Dinkel wirkt Emmer oft etwas herzhafter und markanter. Gerade in Nudeln sorgt das für ein vollmundiges Geschmackserlebnis mit eigenständigem Charakter.
Gibt es gesundheitliche Vorteile von Emmer?
Emmer ist ein ursprüngliches Getreide mit einem natürlichen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Zink, Selen und Calcium.
Unsere Emmer-Vollkornnudeln enthalten zudem die Bestandteile des ganzen Korns und damit auch Ballaststoffe, die im äußeren Kornbereich sitzen.
Wie bei allen naturbelassenen Getreideprodukten hängen die genauen Nährwerte vom jeweiligen Erntejahr und der Verarbeitung ab. Die konkreten Angaben finden sich auf der jeweiligen Verpackung.
Enthält Emmer Gluten?
Ja. Emmer gehört botanisch zur Weizenfamilie und enthält von Natur aus Gluten.
Er ist daher nicht für eine glutenfreie Ernährung geeignet.
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Lupinenkaffee
Was ist Lupinenkaffee und wie unterscheidet er sich von normalem Kaffee?
Lupinenkaffee wird aus gerösteten Süßlupinen hergestellt. Er ist koffeinfrei und enthält wenig Bitterstoffe. Im Geschmack ist er mild und nussig, anders als Bohnenkaffee, aber eine aromatische Alternative ohne Koffein.
Wie schmeckt Café Pino?
Café Pino überzeugt mit einem vollmundigen, mild-nussigen Aroma und
einer dezenten, schokoladigen Note. Er unterscheidet sich zwar vom
klassischen Bohnenkaffee, kommt ihm aber vor allem im Vergleich zu anderen Kaffeealternativen geschmacklich sehr nahe.
Woher stammen die Lupinen für Café Pino?
Unsere Süßlupinen stammen vollständig aus deutschem Anbau. Sie werden von Landwirten nach den strengen Bioland-Richtlinien angebaut, die über die gesetzlichen EU-Bio-Standards hinausgehen.
Bei welcher Temperatur wird Café Pino geröstet?
Unsere Lupinen werden im Langzeitröstverfahren bei ca. 200 °C besonders schonend geröstet. Diese Methode sorgt für ein volles Aroma und hilft, unerwünschte Stoffe wie Acrylamid zu minimieren.
Da die Lupine weniger Kohlenhydrate enthält als Getreide oder Bohnen, ist sie zudem von Natur aus acrylamidärmer – ein echter Vorteil für bewussten Genuss.
Ist Café Pino glutenfrei und für Menschen mit Zöliakie geeignet?
Unser Lupinenkaffee enthält von Natur aus kein Gluten und ist daher grundsätzlich glutenfrei. Aufgrund der Verarbeitung kann jedoch eine Spurenverunreinigung nicht vollständig ausgeschlossen werden. Personen mit Zöliakie sollten dies bei der Wahl ihres Getränks berücksichtigen.
FAQ
Wurst
Was bedeutet „Bioland-Wurst“?
Unsere Wurstspezialitäten stammen aus artgerechter Tierhaltung nach den Bioland-Richtlinien. Das Futter ist zu 100 % Bio und stammt überwiegend vom eigenen Hof. Der vorbeugende Einsatz von Antibiotika oder Hormonen ist grundsätzlich ausgeschlossen.
Die Verarbeitung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Metzgerei Grießhaber in Mössingen – einem familiengeführten Handwerksbetrieb am Fuße der Schwäbischen Alb. Dort wird traditionell und mit großer Sorgfalt gearbeitet.
Wie unterscheidet sich unsere Wurst von konventioneller Wurst?
Wir verzichten bewusst auf chemische Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Nitritpökelsalz.
Stattdessen setzen wir auf handwerkliche Verarbeitung und die sogenannte Warmfleischverarbeitung. Dabei wird das Fleisch schlachtwarm weiterverarbeitet. Diese traditionelle Methode macht Zusatzstoffe überflüssig und sorgt für einen natürlichen, herzhaften Geschmack.
Unsere Wurst ist außerdem frei von Laktose, Hefe und zugesetztem Gluten.
Warum verwendet ihr die Warmfleischverarbeitung?
Die Warmfleischverarbeitung ist eine traditionelle Handwerksmethode. Dabei wird das Fleisch direkt nach der Schlachtung weiterverarbeitet, solange es noch schlachtwarm ist.
Diese Art der Verarbeitung ermöglicht es, auf chemische Zusatzstoffe wie Nitritpökelsalz zu verzichten. Gleichzeitig entsteht ein vollmundiger, natürlicher Geschmack – ganz im Sinne handwerklicher Qualität.
Warum gibt es bei euch auch Wurstprodukte und nicht nur Getreide?
Bei Bioland gehört die Tierhaltung zur Kreislaufwirtschaft eines Hofes. Pflanzenbau und Tiere stehen in engem Zusammenhang: Ein Teil der Ernte dient als Futter, und der natürliche Dünger der Tiere trägt wiederum zur Fruchtbarkeit der Felder bei. So bleiben Nährstoffe im Kreislauf und der Boden wird nachhaltig gestärkt.
Unsere Wurstprodukte sind Teil dieses ganzheitlichen Ansatzes. Sie stammen aus artgerechter Tierhaltung nach Bioland-Richtlinien und stehen für eine Landwirtschaft, die Ackerbau und Tierhaltung verantwortungsvoll miteinander verbindet.
FAQ
Kornkreis
Was ist die KORNKREIS Erzeugergemeinschaft?
Die KORNKREIS Erzeugergemeinschaft ist ein Zusammenschluss von rund 50 Bioland-Bauern aus Baden-Württemberg und Bayern. Unsere Höfe liegen vor allem in den Regionen Oberschwaben, Schwäbische Alb und Ostalb.
Gegründet wurde KORNKREIS im Jahr 1991, als Bioland-Landwirte aus der Region begannen, ihr Getreide selbst zu vermarkten. Ihr Ziel war es von Anfang an, nicht nur Rohstoffe zu liefern, sondern daraus hochwertige Bio-Lebensmittel herzustellen.
Bis heute gehört der KORNKREIS den beteiligten Landwirten selbst. Gemeinsam stehen wir für regionalen Bio-Anbau, handwerkliche Verarbeitung und hochwertige Lebensmittel aus Süddeutschland.
Wie unterscheidet sich eine Erzeugergemeinschaft von einem klassischen Hersteller?
Bei einer Erzeugergemeinschaft stehen die Landwirte selbst hinter den Produkten. Sie bauen die Rohstoffe an, organisieren gemeinsam Verarbeitung und Vermarktung und entscheiden über Qualität und Entwicklung des Sortiments.
So wissen wir genau, was auf unseren Feldern wächst und wie unsere Lebensmittel entstehen. Der direkte Austausch zwischen Bauern, Verarbeitern und Partnerbetrieben sorgt dafür, dass Qualität und Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette erhalten bleiben.
Wie kann ich als Landwirt Teil der Erzeugergemeinschaft werden?
Landwirte aus der Region, die nach Bioland-Richtlinien wirtschaften oder umstellen möchten, können grundsätzlich Teil unserer Erzeugergemeinschaft werden.
Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme – wir informieren gerne über Möglichkeiten und Voraussetzungen.
Was bedeutet „Bio von Bauern aus Süddeutschland“ konkret?
Unsere Produkte stammen von landwirtschaftlichen Betrieben aus Baden-Württemberg und Bayern, vor allem aus den Regionen Oberschwaben, Schwäbische Alb und Ostalb.
Viele Verarbeitungsschritte – etwa das Mahlen des Getreides oder die Herstellung von Nudeln – finden ebenfalls in der Region statt. Dadurch bleiben Wertschöpfung, Know-how und Arbeitsplätze vor Ort.